Nisha


Die kleine, schwarze Pudelhündin Nisha lebte glücklich in Gelsenkirchen bei ihrer Mama Ella, ihrem Papa Neo und ihren Geschwistern. Jeden Tag spielte sie mit ihren Geschwistern Fangen, kuschelte sich in Mama Ellas weiches Fell oder kaute an einem ihrer Lieblingsspielzeuge. Doch eines Tages sagte Mama Ella: „Nisha, du bist jetzt groß genug, um zu deiner neuen Familie zu ziehen. Sie wohnen in einer schönen Stadt, recht weit von hier und freuen sich schon riesig auf dich.“

Nisha spitzte neugierig ihre Ohren. So weit weg? Das klang schon ein bisschen aufregend. Mama Ella erklärte weiter: „Der Fahrer wird dich sicher dorthin bringen. Deine neue Familie, deine neue Menschenmama, dein neuer Menschenpapa und die beiden Jungen, bereitet schon alles für dich vor.“


Am Morgen des großen Tages kuschelte sich Nisha noch einmal fest an ihre Geschwister. „Wir werden dich vermissen, Nisha,“ sagte ihr Bruder Finn. „Aber du wirst ein wunderschönes neues Zuhause haben.“


Dann kam der Fahrer, ein freundlicher Mann mit ruhiger Stimme. Er hob Nisha behutsam in eine bequeme Box mit einer weichen Decke und etwas von ihrem Lieblingsspielzeug. „Keine Sorge, kleine Maus, ich bringe dich sicher zu deiner neuen Familie,“ sagte er beruhigend.


Während Nisha auf der Reise war, waren ihre neue Familie voller Vorfreude. Die neue Menschenmama sagte: „Kinder, wir müssen alles vorbereiten, damit Nisha sich bei uns wohlfühlt. Ihr neues Körbchen steht schon bereit, und die Spielsachen sind im Wohnzimmer.“


Der ältere Junge nickte eifrig. „Ich male ihr ein Bild, damit sie sich willkommen fühlt!“ Der jüngere brachte stolz ein Kuscheltier. „Das kann Nisha haben, damit sie sich nicht alleine fühlt,“ sagte er. Die neue Menschenmama erklärte den Jungen aber auch: „Denkt daran, Nisha wird sich am Anfang erst an uns gewöhnen müssen. Wir müssen ruhig und vorsichtig mit ihr umgehen. Du darfst nicht hinter ihr herrennen, wenn sie sich versteckt. Und du, bitte nicht schreien, wenn sie schläft. Das macht sie sonst nervös.“


Als der Fahrer schließlich mit Nisha ankam, warteten alle gespannt an der Tür. Nisha stieg vorsichtig aus der Box und sah sich neugierig um. Alles roch neu und anders, aber sie spürte, dass diese Menschen sie schon jetzt lieb hatten.


 

Der kleinere Junge wollte sofort auf sie zulaufen, doch der neue Menschenpapa hielt ihn sanft zurück. „Warte. Lass Nisha zuerst zu uns kommen.“ Das tat sie auch, langsam und vorsichtig wedelte sie mit ihrem kleinen Schwanz und schnüffelte an allen.


„Herzlich willkommen, Nisha,“ flüsterte der ältere Junge. Er setzte sich still auf den Boden, und Nisha kam näher, um ihn anzusehen. Vorsichtig streichelte er ihr weiches Fell, und Nisha spürte, dass sie hier zu Hause sein würde.
Die nächsten Tage brauchte Nisha ein bisschen Zeit, um sich einzugewöhnen. Sie erkundete den Garten, lernte ihr Körbchen lieben und war manchmal noch schüchtern. Aber die beiden Jungen verstanden, dass sie nicht zu laut sein durften und dass Nisha Zeit für Pausen brauchte.


 Bald schon wurde Nisha mutiger. Sie rannte mit den Jungs durch den Garten, spielte Fangen mit dem älteren und kuschelte sich abends zu dem jüngeren auf die Couch. Gemeinsam erlebten sie viele Abenteuer – im Wald, am See und sogar beim ersten großen Familienpicknick.

Nisha fühlte sich schon bald in ihrem neuen Zuhause immer wohler. Jeden Morgen, wenn die Sonne in ihr Körbchen schien, kam der ältere Junge leise zu ihr und sagte: „Guten Morgen, Nisha!“ Er wusste, dass sie es nicht mochte, wenn jemand sie weckte, indem er laut rief oder an ihr zog. Stattdessen wartete er, bis sie aufstand und ihn fröhlich mit ihrem Schwanz wedelnd begrüßte.


Der kleinere Junge hatte auch gelernt, vorsichtig zu sein. Er wusste, dass er Nisha nicht auf den Kopf hauen oder an ihren Ohren ziehen durfte. Stattdessen saß er oft einfach neben ihr und hielt ihr sein Kuscheltier hin. Manchmal legte Nisha ihren Kopf auf sein Bein, und dann lachte er laut: „Nisha ist meine Freundin!“


Eines Tages machten sie alle zusammen einen Spaziergang im Park. Nisha lief an der Leine neben dem älteren Jungen her, und der kleine hielt sich an Papas Hand fest. „Dürfen wir Nisha den Ball werfen?“ fragte der Große. Die Menschenmama lächelte und gab ihm einen kleinen Ball. „Ja, aber denk daran, immer nur ganz vorsichtig zu werfen, damit sie sich nicht erschreckt.“

Der Junge warf den Ball ein Stückchen, und Nisha rannte fröhlich hinterher. Der Kleine klatschte begeistert in die Hände: „Schnell, Nisha, schnell!“ Nisha brachte den Ball zurück, setzte sich brav hin und wartete, bis der Junge ihr sagte: „Gut gemacht, Nisha!“ Dann bekam sie ein kleines Leckerli.

Nach dem Spaziergang waren alle müde. Nisha kuschelte sich in ihr Körbchen, und der große Junge legte ihre Lieblingsdecke über sie. „Schlaf gut, Nisha,“ flüsterte er. Die Menschenmama erinnerte den Kleinen: „Wenn Nisha schläft, lassen wir sie in Ruhe. Sie braucht ihre Pause.“ Der Junge nickte und legte sein Kuscheltier leise neben ihr Körbchen.
Am nächsten Tag war Nisha wieder voller Energie. Sie spielte mit den Jungen im Garten Verstecken und fand den Kleinen immer zuerst, weil ihre feine Hundenase ihn aufspürte. Ein anderes Mal bauten sie zusammen eine Höhle aus Decken und Kissen. Nisha kroch hinein und bewachte den Eingang, während die beiden so taten, als wären sie Piraten.
Nisha lernte jeden Tag etwas Neues, und auch die Jungen wurden immer besser darin, sie zu verstehen. Sie wussten jetzt, dass Nisha glücklich ist, wenn sie mit dem Schwanz wedelt, und dass sie ihre Ruhe braucht, wenn sie sich in ihr Körbchen zurückzieht.
Die Familie war so glücklich mit ihrem neuen Mitglied. Nisha brachte alle zum Lachen, wenn sie mit ihrem Spielzeug wild durch das Wohnzimmer sauste oder den Kleinen mit ihrem weichen Fell kitzelte. Und jeden Abend kuschelten sie sich zusammen, bevor es ins Bett ging.
So lebten Nisha und die beiden Jungen glücklich zusammen und wurden nicht nur beste Freunde, sondern eine echte Familie, die sich immer lieb hatte und gut aufeinander aufpasste.

© Constanze Maaßen 2025. Alle Rechte vorbehalten.

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